Dia de los muertos – Tag der Toten

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Dia de los muertos – der Tag der Toten

Was sich ein bisschen merkwürdig anhört, ist in Mexiko ein großes Fest. Es ist anders, als die amerikanische Halloween Tradition, die mittlerweile bis nach Europa geschwappt ist.
Warum ich genau diesen Tag so wundervoll finde und wie ich ihn zelebriere, könnt ihr hier lesen.

 

U N T E R S T Ü T Z T  D U R C H  P R O D U K T P L A T Z I E R U N G

Tradition

In Mexico gibt es sehr viele Traditionen und Bräuche. Leider habe ich es bisher nur nach Tijuana geschafft, als ich eine zeitlang in Kalifornien gelebt habe. Gerne möchte ich irgendwann Mexico an einem dieser Feste live teilnehmen.

Beim Dia de los muertos geht es um den Tod. Es geht darum Respekt und Liebe für die Toten an diesen Tagen zu bekunden. In der Regel beginnt das Fest am 31.10 und endet am 02. November.

 

Photo by fer gomez on Unsplash

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Altar

Altare sind ein ganz wichtiger Bestandteil am Tag der Toten. Die sogenannte Ofrenda (Opfergaben) besteht aus Kerzen, Orangen, Blumen und Teile des persönlichen Besitzes. Meistens sind diese Altare eher eine Privatangelegenheit. Jeder ehrt die Toten so, wie er es am Besten hält. Manche arbeiten sogar Monate daran.

Essen

Essen dient in Mexico an diesen Tagen dazu, die Toten mit ihren Gaben nach Hause zu locken. Am 01. November ehrt man traditionell den verstorbenen Kinder. Der Altar wird mit Süßigkeiten und Spielzeugen bestückt. Am 02. November bekommen die Erwachsenen Alkohol, Zigaretten, Brot (pan de muerto) und diverse andere Lebensmittel.

Pan de los muertos ist ein leicht süßes Brot, das mit “bonelartigen” Dekorationen und einem Zuckerüberzug versehen ist. Meine persönliche Variation besteht aus Kürbis. Ich habe das traditionelle Brot mal probiert und mir war es ein wenig zu fade.

Kürbisbrot

Blumen

An diesen Tagen spielt eine Blume eine ganz besondere Rolle – die cempasúchil auch Flor de Muerto (Blume der Toten) genannt. Diese außergewöhnliche Blume soll die Seele ihres geliebten Menschen zurück in die Welt der Lebenden führen. Sie ist sehr stark mit diesen Festlichkeiten verbunden.

 

Calacas

Photo by Valeria Almaraz on Unsplash

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Diese kleinen, verzierten und farbenfrohen Skelettfiguren heißen Calacas. Calacas sind  freudige Charaktere. Sie spielen Musikinstrumente oder tanzen. Mexikaner glauben, dass jede Seele als eine glückliche in Erinnerung bleiben sollte. Der Tod sollte ein Moment voller Freude sein.

Und das ist der Satz, der mir am wichtigsten ist. Der Tod ist eigentlich keine schöne Sache. Jeder, der einen geliebten Menschen verloren hat, weiß, dass es kaum etwas Frohes darüber gibt.

Die Idee jedoch, nicht immer nur in Trauer zu schwelgen, weil man eh nichts machen kann. Der Tod ist unausweichlich und kein Mensch wird jemals wieder von den Toten auferstehen. Man wird den geliebten Menschen niemals wiedersehen. Aber die Tatsache, dass die Seelen glücklicher sind, wenn auch wir glücklich sind, das gefällt mir. Ich möchte gerne daran denken und daran glauben.

“People do not die for us immediately, but remain bathed in a sort of aura of life which bears no relation to true immortality but through which they continue to occupy our thoughts in the same way as when they were alive. It is as though they were traveling abroad.”
Marcel Proust

Mein persönlicher Tag der Toten

An diesem Tag wird mit Familie und Freunden gefeiert. Die Toten werden geehrt und wir schwelgen nicht in trauriger Erinnerung, sondern feiern die glücklichen Momente, die wir gemeinsam verbringen konnten. Für diesen Tag habe ich mir ein spezielles Menu ausgedacht.

Meine Tischdekoration ist ein wenig simpler, als die klassische Mexikanische Dekoration. Ein bisschen außergewöhnliches Geschirr und dazu klassische Bestandteile.

 

Tischdecke

@dieWäscherei

“From my rotting body, flowers shall grow, and I am in them, and that is eternity.”  Edvard Munch

Amuse-Gueule

Als Vorspeise gibt es Ravioli mit Kürbisfüllung und dazu Kürbispüree. Und Tomate mit Petersilie auf Karottencarpaccio.

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Vorspeise

Meine Vorspeise besteht aus einem Kräutersalat, Avocado, Datteln, karamellisierten Wallnüssen, Äpfel und leichtem Knobi Vinaigrette.

 

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“We never bury the dead, son. We take them with us. It’s the price of living.” — Mark Goffman and Jose Molina, “Sleepy Hollow ”

  1. Gang

Gefüllte Ravioli mit Käse und Hack in der Pfanne gebraten mit Tomaten, rotem Chilli und Zuckerschoten. Ein Hauch von Käse. Nur in gutem Olivenöl und Knoblauch gebraten ohne weitere Soßen.

 

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2. Gang

Bei diesem Gang habe ich eine Variation mit Fisch gewählt. Kartoffel/Fischpuffer mit Frischkäse / Rote Beete und karamellisierten Tomaten.

 

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“Our dead are never dead to us, until we have forgotten them.”  George Eliot

Dessert

Da Nachtisch immer so wichtig ist und ich mich nie zwischen Obst und was Süßem entscheiden kann, habe ich einfach beide Variationen gemacht.

Frische Mango mit Granatapfel und Minze.

Creme Brule mit Apfelkompott aus rotem Apfel und einer Prise Zimt.

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DIA de los muertos

wine

“But, rather than be sad, wouldn’t it be a lot better to face our own death knowing that our life had been lived to the fullest and without regret? Even though we may not want to face death, it is inevitable just as it is for the setting sun each evening.” –
Byron Pulsifer, The View From A Hospital Window

 

Dia de los muertos kann als Tradition gesehen werden. Wer jedoch den Tag einfach nur feiern möchte, kann auch das tun.

Ich werde diese Tradition jedes Jahr wiederholen und daran glauben, dass die geliebte Seele an diesem Tag bei mir ist und mit mir und meiner Familie und Freunden feiert und glücklich ist.

Geschirr

Ich wurde bei Instagram schon mehrfach gefragt, woher ich denn die Teller habe. Das Geschirr habe ich bei der Wäscherei in Hamburg gefunden. Ich muss gestehen, dass ich mich wirklich schwer getan habe. Es gab so viel Auswahl an dieser Art von Geschirr. Sollte ich in eine helle Version oder doch lieber dunkler gehen? Klassisch oder außergewöhnlich. Ich musste mich entscheiden und habe diese Teller in unterschiedlichen Farben und Formen gefunden. Preise liegen zwischen 7.90 € und 9.90€.

Ich L I E B E es. Ich finde, dass die Gerichte gleich ganz anders wirken. Vor allem, weil ich eigentlich eher ein etwas klassischer Typ bin mit weißem Geschirr.

Vielen lieben Dank an dieser Stelle an die Wäscherei! 

Die Wäscherei
Mexikoring 27-29
22297 Hamburg

 

 

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