Interview mit Tina Folsom – NY Times Bestselling Autorin

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Tina Folsom im Interview

In unserem Interview beantwortet Tina Folsom einige Fragen und erzählt uns mehr über ihre Sexszenen, ihre Zusammenarbeit mit anderen tollen Schriftstellern wie Lara Adrian und verrät uns einige spannende Details ihrer täglichen Arbeit…

Tina Folsom ist New York Times und USA Today Bestselling Autorin. Sie hat es vorgemacht, seit (fast) Anbeginn an ist sie Selfpublisherin und dies mehr als nur erfolgreich. Ihre Scanguards Vampires haben schon viele Herzen höher schlagen lassen und machen es noch. Doch auch in ihrer Reihe “Club der ewigen Junggesellen” (ganz ohne Vampire) lässt sie ihre sympathischen Helden die Frauenherzen erobern.

Ihr Schreibstil ist meiner Meinung nach packend, spannend, unterhaltsam und mit einer Portion Sex gespickt. Dennoch romantisch, erotisch ohne jemals billig zu wirken.

Wie kam es zur Schriftstellerei?

Zwar habe ich schon als 13jährige meinen ersten Krimi geschrieben, aber dann für lange Zeit das Schreiben wieder aufgehört. 2001 habe ich in Los Angeles bei der UCLA einen einjährigen Kurs im Drehbuchschreiben gemacht. Das hat mich wieder zum Schreiben zurückgebracht, aber es hat dann bis zum Herbst 2008 gedauert, bis ich endlich das richtige Genre gefunden habe: Liebesromane. Da habe ich dann im Schatten von der ganzen Verrücktheit nach Twilight und Vampiren wieder angefangen zu schreiben.

Was war Ihr erstes Buch? (nicht zwingend veröffentlicht)

Lawful Escort

Wie viele Bücher hatten Sie in Ihrer Schublade, bevor Sie es publiziert haben?

Als ich anfing, selbst zu veröffentlichen, hatte ich schon 3 Kurzgeschichten und drei Bücher fertiggeschrieben.

In welcher Ihrer Protagonisten oder Antagonisten haben Sie sich direkt verliebt und warum?

Obwohl ich alle meine Vampire liebe, wird Amaury immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen. Er ist einfach dieser große Bär, der nach außen so tut, als könnte ihm nichts was anhaben, doch innen ist er ein totaler Softie. Für seine Nina würde er zur Hölle und zurück gehen. Als ich sein Buch schrieb, verwandelte er sich von einem Mann der mit allem schlief, das einen Rock trug, zu einem Mann, der nur noch eine Frau wollte. Er ist macht es Nina aber auch nicht einfach, und selbst heute streiten die Zwei immer wieder, da sie Beide starke Charaktere sind. Doch die Versöhnungen sind spektakulär. Ja, das ist mein Amaury.

 

Tina Folsom Bücher

Erzählen Sie doch, wie es zur Zusammenarbeit mit Lara Adrian kam?

Die Lara und ich haben uns bei der ersten LLC in Spandau kennengelernt. Als wir damals beim Autorenessen zusammen saßen, kamen wir ins Gespräch. Lara hatte damals schon meine Scanguards Vampire gelesen, und ich war ja ein Riesenfan ihrer Midnight Breed Serie. Unser Freundschaft hat dort angefangen, und wir haben dann öfter per Email kommuniziert oder per Telefon. Gelegentlich sahen wir uns dann auch auf anderen Konferenzen und irgendwann sagte die Lara mal, dass wir eigentlich was miteinander schreiben sollten. Und daraus hat sich dann unsere Phoenix Code Series entwickelt. Ich glaube, wir ergänzen uns wunderbar und wann immer wir uns über Skype oder persönlich unterhalten, finden wir mehr Sachen heraus, die wir gemein haben.

Vampire und Co, was meinen Sie. Wird es noch länger anhalten oder gibt es schon wieder einen neuen Trend?

Alle Trends kommen in Cycles, also ein paar Jahre sind sie oben, dann unten, und dann kommen sie wieder. Im Moment sind die Vampire unten. Ich denke, dass sie in etwa 2 Jahren wieder hochkommen, und ich werde dafür bereit sein.

Was halten Sie von Twilight?

Ich las Twilight auf einer Reise heim nach Deutschland und obwohl ich nicht arg vom Schreibstil angetan war (und mir der Sex gefehlt hat!), kann ich doch verstehen, dass es so gut angekommen ist. Die Serie hat bei der jüngeren Generation einen Nerv getroffen.

Deutschland / USA wo werden einem die meisten Steine in den Weg geworfen?

Ich würde Deutschland sagen. In den USA wird vieles viel lockerer gesehen und man hat mehr Möglichkeiten, selbst wenn man nicht in irgendeine Schachtel hineinpasst. Doch ich sehe, dass sich das in Deutschland auch schon ein bisschen geändert hat.

Eine hemmungslose Beruerhung 1000x1500

Erotische Szenen. Werden Sie selber manchmal rot?

Das sind die Szenen, die ich am liebsten schreibe, also nein, da werde ich nicht rot.

Welches Buch würden Sie gerne im TV sehen und mit welchen Schauspielern?

Scanguards Vampire – die ganze Reihe. Wenn es um Schauspieler geht, da kenne ich mich nicht so aus – ich gehe selten ins Kino. Doch einen muss ich haben: Jason Mamoa muss den Amaury spielen.

Wie lange schreiben Sie an einem Buch in der Regel?

Das kommt auf die Länge und das Plot an. Ein kürzeres zeitgenössisches Buch (etwa 200 Seiten) schreibe ich oft in 6 Wochen. Für ein Scanguards Buch, das etwa 300 Seiten lang ist und ein komplizierteres Plot hat brauche ich etwa 2 – 3 Monate für die First Draft.

Hat einer Ihrer Charaktere mal komplett während des Schreibens eine andere Wendung genommen?

Nein, ich plotte sehr detailliert, da kommt das generell nicht vor.

Welche Dinge benötigen Sie beim Schreiben – abgesehen vom Computer?

Papier und Stift, da ich per Hand plotte – also Szenenkarten schreibe. Und eine große Thermoskanne Tee. 😉

Wie disziplinieren Sie sich zu schreiben?

Wenn ich mittendrin bin, ein Buch zu schreiben, sitze ich mich tagtäglich von etwa 7 Uhr morgens bis circa 13 Uhr an den Computer und schreibe. Das ist meine produktive/kreative Zeit. Nachmittags mache ich andere Sachen: Marketing, Administration, Korrekturlesen etc.

(c) Tina Folsom

(c) Tina Folsom

Ein bisschen Insiderwissen – wie fangen Sie eine Story an? Plot und / oder Mindmap?

Ich weiss generell wer mein nächster Protagonist ist und dann fange ich mit dem Plot an. Szenenkarten brauche ich auf jeden Fall. Der Charakter entwickelt sich dann aus der Story.

Was ist ihr nächstes Projekt?

Ich arbeite gerade an einer neuen zeitgenössischen Serie für den deutschen Markt: Sommer auf Catalina. Danach schreibe ich dann wieder ein Scanguards Buch.

Tipps an die angehenden Schreiber…

Disziplin und harte Arbeit machen sich bezahlt. Aber man muss auch flexibel sein, vor allem im heutigen Markt. Was gestern funktionierte, funktioniert morgen vielleicht nicht mehr.

 

(c) Tina Folsom

(c) Tina Folsom

 

 

 

 

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