Cascais – kleiner, feiner Ort in Portugal

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Der Ort

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Ich mache mich auf den Weg in das Zentrum von Cascais – vorbei am Jachthafen, dem alten Leuchtturm (der Namensgeber meines Hotels) und einigen imposanten Herrenhäusern. Cascais liegt ca. 25km von Lissabon entfernt und ist seit den 30er Jahren bei den Reichen und Schönen beliebt. Die charmante Altstadt ist vollgepackt mit kleinen, feinen Restaurants und exklusiven Boutiquen und wer es abends mal krachen lassen will, geht ins benachbarte Casino de Estoril. Tagsüber vergisst man schnell die Zeit, so sehr ist man abegelenkt von der Schönheit des kleinen Städtchens. Das nahegelegene Lissabon erreicht man einfach mit der Eisenbahnlinie, die in Cascais endet oder man mietet sich ein Auto und ist in knapp 20 Minuten in der pulsierenden portugiesischen Hauptstadt.

(c) bernswaelz

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Nach einem Besuch des zu einem Museum umgebauten Leuchtturms bin ich wieder im Hotel und geniesse die Nachmittagssonne am Pool. Das Personal war so aufmerksam, die Liegen mit Handtüchern herzurichten und versorgt mich mit Snacks und hausgemachter Limonade.

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Das Hotel

Da steht es nun vor mir.  Das Farol Design Hotel – ein kleines, weisses, ehemaliges Privathaus direkt an der felsigen Steilküste von Cascais, einem, nein DEM Nobelvorort Lissabons. Bevor ich das Hotel und die andere Welt betrete bleibe ich stehen und höre der Brandung zu. Das Meer prallt direkt hinter dem Hotel an die Felsen und lässt mich sofort das kalte und regnerische Hamburg vergessen, das ich vor knapp 4 Stunden verlassen habe.

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Nun aber rein mit mir. Gleich an der Rezeption das erste (und bestimmt nicht letzte) freundliche Gesicht. Die Rezeptionistin begrüsst mich, erklärt mir alles und bevor ich weiter denken kann, kommt ein freundlicher junger Mann und trägt mir meinen Koffer aufs Zimmer. Der Empfang geht schnell über die Bühne, denn das Hotel hat sich vor meiner Ankunft schon alle Infos und Wünsche per email erfragt und sogar seinen hauseigenen Airport-Limousinen Abholservice angeboten. Im Zimmer angekommen, erwartet mich ein großes gemütliches Bett, minimalistisches Design und eine Flasche Champagner mit Schoko-Erdbeeren zur Begrüßung. Ich genehmige mir einen und gehe auf die Terrasse meines Erdgeschoss-Zimmers, lege mich auf eine der Liegen, schaue auf’s Meer und atme frische Meeresluft ein.

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Das Farol ist ein kleines Design-Boutique Hotel mit 33 Zimmern, alle individuell designed, darunter 4 einzigartige Suiten. Die Zimmer wurden von international bekannten Designern wie zum Beispiel Ana Salazar, António Augustus oder Fátima Lopes entworfen und als wäre dies nicht genug, haben fast alle Meerblick.

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Am Abend hat man die Wahl: Geht man gleich an die Bar und lässt sich einen erstklassigen Cocktail mixen und mit Bar-Snacks servieren oder wählt man eines der beiden Restaurants. Ich habe mich für letzteres entschieden. The Mix bietet frische, mediterrane Küche und bei Sushi Design bekommt man das wohl beste Sushi der Region. Beide Restaurants liegen nebeneinander hinter großen Fensterfronten. Der Atlantik ist allgegenwärtig. Ich lasse mir von der hervorragend geschulten Kellnerin Sushi empfehlen (Hot Rolls müssen es auf jeden Fall sein) und nehme klassisch ein Asahi Bier dazu. Danach ging es noch auf einen Gin Tonic an die Bar, bevor ich mich ins gemütliche Bett fallen ließ. Die Meeresbrandung erzählte mir noch eine Gute-Nacht-Geschichte und entführte mich ins Land der Träume.

Der Morgen danach

Am nächsten Morgen begrüsste mich die Sonne und eine warme Frühlingsbrise. Direkt am Hotel ist eine Fahrrad- und Laufstrecke. Wer will, mietet sich ein Fahrrad und radelt die Küste entlang. Oder man macht es wie zwei meiner Nachbarn und geniesst sein morgendliches Yoga auf einem Felsenvorsprung mit nichts als dem Meer um sich herum. Ich habe meine Laufschuhe angezogen und bin losgelaufen. Die aufgehende Sonne im Gesicht und das Meer immer neben mir verging die Zeit (und die Kilometer) wie im Flug und nach einer Stunde war ich wieder im Hotel. Mein Zimmer ist im Anbau untergebracht und hat ein modernes Bad mit großer Multifunktionsdusche, die ich nach meinem Lauf ausgiebig getestet habe (unbedingt alle Armaturen anschalten – das Wasser kommt dann aus allen Richtungen). Hochwertige Produkte der Marke Rituals sorgen für das Plus an Wohlbefinden.

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Das Frühstück wird im Restaurant serviert. Es ist ein Buffet mit den üblichen Zutaten, aber auch einigen portugiesischen Spezialitäten, wie zum Beispiel den kleinen, süßen Pasteis de Belem. Besondere Wünsche sagt man einfach dem Personal, welches fast jeden Wunsch erfüllt. Nach meinem ausgiebigen Frühstück habe ich mich noch mit einem Kaffee auf die Terrasse gesetzt und mir die Sonne ins Gesicht scheinen lassen.

Home is where the Heart is

Die Zeit vergeht wie im Flug, was größtenteils daran liegt, dass man sich im Farol Hotel gleich wie Zuhause fühlt. Das Personal ist unauffällig, höflich und behandelt einen wie ein Familienmitglied. Nach 5 Tagen in diesem erstklassigen Boutique Hotel fällt es mir sehr schwer, die Koffer zu packen und mich vom Limo-Service zum Flughafen fahren zu lassen. Ich werde auf jeden Fall wieder kommen!

Was ich vermissen werde: Die Joggingstrecke am Atlantik, die Brandung, welche sich vor meiner Terrasse aufgetürmt hat und natürlich die Bar, an der ich allabendlich einen exzellenten Schlummertrunk genossen habe.

last chills in the sun 😎 #businesstrippin #chilling #lifeisgood

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Bernd Sass

Bernd ist halb Grieche – halb Deutscher. Von Hörfunk über TV und Streaming bis hin zur Presse ist er ein alter Hase im Journalismus. Er liebt Musik, ist Fitness-Freak und genießt es, neue Orte kennen zu lernen. Reisen hat ihn schon immer fasziniert und da passt es, dass wir ihn überreden konnten, für uns einen Artikel zu schreiben.

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