Sonntag, 26 September, 2021

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Kennst du schon das CORE in Oldenburg?

Seit fast 3 Jahren leben mein Ehemann Jona und ich direkt an der Oldenburger Innenstadt und  etwas, was uns von Beginn ärgerte trotz der zentralen Lage in Nähe von Innenstadt und Bahnhof: Direkt vor unserer Haustür stand ein fast leeres Kaufhaus mit vielen freien Flächen am Anfang der Innenstadt und hinterließ viel Raum an Möglichkeiten, einen schönen Ort für einen Kaffee, zum zusammen kommen, Events und zum Arbeiten zu haben.

Vor erst wenigen Wochen hat an genau dieser Stelle das CORE eröffnet.

Stylische Fotolocation mit Blick auf den Lappan, Orte zum Entspannen, zusammenkommen und arbeiten – all das verbindet das CORE in Oldenburg.

Was gibt es im CORE?

Das Core ist ein Co-Workingspace mitten im Herzen von Oldenburg, direkt zwischen Lappan und Pferdemarkt. Dieser ist auch gut mit Bus oder Zug erreichbar. Vom Bahnhof geht man etwa 10 Minuten dorthin, kann aber natürlich auch Bus, E-Roller oder Klappfahrrad nehmen.

  • Dort gibt es 8 Meetingräume, die stündlich buchbar sind,
  • Ebenfalls dort zu finden sind mehrere schallisolierte Telefonzellen, in denen man ungestört telefonieren kann ohne andere im Workspace zu stören. (Denn, wenn ich ehrlich bin, ich kann auch mal etwas lauter bei Telefonaten werden und möchte da nicht andere belästigen. Normalerweise gehe ich in einer Co-Working-Situation ohne eine solche Möglichkeit vor die Tür.)
  • Es gibt auch Teeküche inkl. Tee, Kaffee und Wasser, Mitglieder im CORE zahlen natürlich nichts für diese Getränke.
  • Büroräume, welche man  für mind. einen Monat mieten kann
  • Einzelarbeitsplätze, die unter verschiedenen Tarifen entweder als Fixdesk oder Flexdesk gebucht werden können

Zusätzlich bietet das CORE auch einen Eventbereich, der bislang noch nicht sonderlich viel genutzt werden konnte aufgrund der aktuellen Pandemie. Co-Working und Gastronomie sind bereits geöffnet. Und die Gastronomie im Erdgeschoss darf auch jeder besuchen.

Wer bekommt nicht sentimentale Gefühle bei einer alten Telefonzelle wie dieser? Hier im CORE dient die Telefonzelle auch dem Zweck, ungestört zu telefonieren ohne andere zu stören.

Warum im CORE arbeiten?

Gerade in der Coronazeit mussten viele von Zuhause arbeiten.Alle, die im vergangenen Jahr gezwungenermaßen im Homeoffice waren, werden es wissen: Für die Trennung von Arbeit und Freizeit ist es angenehm, einen Ort zum arbeiten zu haben, der eben nicht im eigenen Zuhause mit vielen Ablenkungsmöglichkeiten und vielleicht auch fehlenden Räumlichkeiten zum ungestörten Arbeiten ist. Zudem bietet das CORE Austausch und Vernetzung mit anderen Selbstständigen, Unternehmern und Arbeitnehmern. Dabei kommen viele verschiedene Professionen zusammen. Jeder bringt seine Erfahrungen und Perspektiven mit. Die Gespräche und Austausch mit Anderen, die auch im Büro arbeiten, können inspirieren und die eigene Kreativität anregen. Vielleicht betrachtet man Prozesse und das eigene Vorgehen noch einmal anders und lernt etwas dazu, schafft Möglichkeiten zu einer Zusammenarbeit oder findet für ein Problem einen Dienstleister direkt vor Ort im CORE.

Jeder, der von uns im Homeoffice war im vergangenen Jahr, weiß, wie anstrengend es sein kann, von zuhause aus zu arbeiten, da es viele Faktoren gibt, die einen ablenken können. Hier im CORE ist man mit Getränken versorgt, mit einer ruhigen Atmosphäre zum Arbeiten und schafft es eher, produktiv zu sein statt zu prokrastinieren als daheim, wo man sich dann noch mit Abwasch, Putzen und Aufräumen von der Arbeit abhalten kann.

Wer ist die Zielgruppe fürs CORE?

Es gibt an diesem Ort keine Kernzielgruppe. Jeder soll sich willkommen fühlen. Dazu gehören Studierende, Freelancer, Unternehmen und eben alle, die das Konzept mögen. Gerade eine gute Mischung an verschiedenen Menschen erzeugt Kreativität und treibt diese voran. Noa sagte dazu treffend: „Oldenburg kann auch etwas Berlin bieten.“ und meint damit natürlich die kreative und inspirierende Szene in Berlin.

Gerade als Ehefrau eines Mannes, der aktuell noch studiert, finde ich diese Möglichkeit sehr wichtig, denn momentan ist an der Hochschule noch nicht wieder regulärer Betrieb, nicht immer sind in der Uni Bibliothek freie Kapazitäten für Arbeitsplätze und Einzelarbeitskabinen sind die meiste Zeit ausgebucht. Für konzentriertes Arbeiten einen Workspace statt irgendein Café zu nutzen oder von zuhause aus zu arbeiten ist da wirklich eine sinnvolle Investition, wenn es zu so etwas wie Abschlussarbeiten oder andere arbeitsintensive Projekte geht.

Das CORE dient nicht nur dem individuellen Arbeiten an Arbeitsplätzen, es dient auch dem Austausch untereinander und die Möglichkeit, sich mit anderen Selbstständigen oder Unternehmen in Oldenburg zu vernetzen.

Wie hat sich das CORE bislang gemacht?

Die Eröffnung fand natürlich pandemiebedingt im kleinen Rahmen statt und Events wurden damals verschoben. Allerdings gab es nun in den letzten Wochen schon einige Aktionen im Gastrobereich und schöne Möglichkeiten für gesellige Abende und Aktionen, auf denen man regelmäßig über die Instagram Story vom CORE auf dem aktuellen Stand bleiben kann.

Der Weg bis zur Eröffnung war aufgrund der aktuellen globalen Lage etwas länger als geplant, berichtete Noa von CORE. Lieferketten waren teilweise unterbrochen, was zu kleineren Verzögerungen geführt hat und daher konnten sie später eröffnen als geplant. Das Gebäude stand – wie bereits eingangs erwähnt – lange leer. Der Rohbau ist zwar gleich geblieben. Allerdings wurden Lüftung, Licht und generell die Elektronik erneuert.

Während der Bauphase die Gelegenheit, überregionale Aufmerksamkeit für das Projekt zu erzeugen, beispielsweise durch Beiträge von der Frankfurter Rundschau oder dem ZDF, wo sie in einer Dokumentation vorkamen

Wie kam es zu der Idee, das CORE in diesen Teil von Oldenburg zu bauen?

Die Investor*innen hatten die Idee zu diesem Projekt. Sie kommen teilweise aus der Region und haben eine regionale Verbundenheit. Dieser Teil der Innenstadt über das Gebäude hinaus war seit Jahren nicht mehr belebt gewesen. So entstand die Idee von Co-Working und Markthalle als Leuchtturmprojekt, um so wieder Leben in diesen Teil der Innenstadt zu bringen. Dabei sollte Oldenburg als Stadt im Mittelpunkt stehen.

Das Konzept dahinter soll nicht nur die neue Arbeitswelt mit flexiblen Arbeitsplätzen und Arbeitszeiten repräsentieren, sondern auch jene ansprechen, die z. B. mal außerhalb vom Homeoffice oder dem eigentlichen Büro arbeiten möchten. Und nicht nur Co-Working steht dabei im Mittelpunkt, sondern einerseits die bereits erwähnte Belebung der Innenstädte und Stadtentwicklung, die in dieses Konzept muteinbezogen wird.

Denn auch in anderen Innenstädten stehen noch große Kaufhäuser, die nicht mehr genutzt werden. Auch dort stellt sich die Frage: Was passiert mit diesen alten Kaufhäusern?

Crowdinvesting

Eine weitere Besonderheit ist das Crowdinvesting, welches zusätzlich zum Kapital der Investorengruppe genutzt wird. Jeder kann ab einem minimalen Investment von 500€ das Projekt mitfinanzieren und erhält dann zum 31.12.2025 seine Auszahlung. Eine Person kann maximal 3.000€ investieren. Aktuell kann man sich auch noch beteiligen, denn bis der Betrag von 300.000€ erreicht ist, kann noch investiert werden. Der Zinssatz beträgt 3,5% pro Jahr. Durch diese lokalen Investoren ist das Gebäude auch finanziell mit Menschen aus der Stadt verbunden.

Gastro

Die Markthalle im Erdgeschoss ist frei zugänglich von der Straße und somit für jeden zugänglich und hat sich bereits in den vergangenen Wochen zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Dort kann man Kaffee, Essen und weitere Getränke entspannt genießen. Es gibt dort aktuell 7 verschiedene Gastronomi*nnen Das sind das Kaffee Käthe, Saigon Corner, Schröder`s FINE BBQ, Ehsan arabicstreetfood, Herrlich gutes Essen, Mrs Pan und Holy Taco. Zudem gibt es noch die Core Bar, wo ihr eine große Auswahl an den Getränken findet.

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