Montag, 9 Dezember, 2019

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Sri Lanka, früher Ceylon genannt, liegt im Indischen Ozean. Die Nähe zum indischen Subkontinent hat Indien und Sri Lanka schon seit vielen Jahrhunderten beeinflusst. Altgriechische Geographen nannten es Taprobane. Araber bezeichneten es als Serendib. Spätere europäische Kartenmacher nannten es Ceylon. Ein Name der bis heute noch immer (wenn auch seltener) verwendet wird. Offiziell wurde Sri Lanka erst 1972 benannt.
Was Sri Lanka jedoch so außergewöhnlich macht, abgesehen von den vielen Sehenswürdigkeiten, sind die Menschen. Sie sind als freundliche und lachende Nation bekannt. Ich kann dem nur zustimmen. Es mag in den Wurzeln der buddhistischen Kultur liegen. Was auch immer es ist, die Bewohner von Sri Lanka sind mit die freundlichsten der Welt. Sie sind offen, warmherzig und lassen dich innerhalb kurzer Zeit wie zuhause fühlen. Die Menschen in Sri Lanka sind sehr gastfreundlich. Egal wie klein und bescheiden deren Haus auch sein mag, sie werden es sich nicht nehmen lassen dich zum Essen einzuladen. 

 

1. Religiös 

In Sri Lanka sind die Menschen religiöser, als man denken mag. Jetzt mögen sich die Geister streiten, ob Buddhismus eine Religion ist oder nicht. Aber hier in Sri Lanka ist es eine. Die Menschen gehen zum Tempel, wenn sie krank sind, wenn sie etwas verloren haben oder für jemand anderen etwas haben möchten. Die Gründe sind vielfältig. In Sri Lanka sind es tatsächlich noch größtenteils Buddhisten. Buddhisten gehen davon aus, dass die Wünsche eines jemanden erst dann erfüllt werden, wenn es den Menschen um einen herum auch gut geht. Denn Liebe und Freude soll geteilt werden. Das nennt man auch “Bodhichitta”. Der eigene Wunsch beinhaltet, dass nicht nur die Person selbst, sondern auch die Liebsten Glück und Freude erfahren sollen. “Hast du ein reines Herz, wirst du bekommen was du dir wünscht”.  

2. Kopf wackeln

Wenn man hier durch das Land fährt und mit Einheimischen spricht, dann sieht man öfter, dass die Menschen mit dem Kopf hin- und her wackeln. Es ist kein Nicken, eher ein seitliches Wackeln. Man könnte es eine Art der Zustimmung, wie “ok” oder “geht in Ordnung”. Es sieht irgendwie lustig aus. 

3. Nationalsport

Fragt man in Europa, was Sri Lanka für einen Nationalsport hat, werden die Meisten sagen: Cricket. Auch viele vielleicht Badminton. Doch in Wahrheit ist es: Volleyball. Man mag es kaum glauben, aber der Nationalsport in Sri Lanka ist Volleyball. In 1916 wurde Volleyball das erste Mal von Mr. R.W. Camack Sportlehrer an der Colombo Y.M.C.A. in Sri Lanka (damals Ceylon) eingeführt. 1922 gab es allein in Colombo über 25 Volleyball Clubs. 1991 kam dann die Ernennung zum Nationalsport in Sri Lanka. 

4. Hoppers

Das Essen in Sri Lanka unterscheidet sich sehr von dem indischen Essen. Viele Gewürze sind anders als die klassischen indischen Gewürze. Oftmals werden sie nur anders eingesetzt. Ein leckeres und außergewöhnliches Gericht (vorwiegend zum Frühstück) sind Hoppers. Es sind kleine, runde Formen, in denen Ei und diverse andere Zutaten reingelegt werden. Ei- Hoppers werden in einer kleinen Wok-Pfanne zubereitet. Der Teig erinnert ein bisschen an Pfannkuchen, ist allerdings weitaus dünner. Dieser Teig wird so in der Pfanne geschwenkt, dass sich beim Ablösen die Form der Pfanne ergibt. Ein Ei wird einfach in der Mitte zerbrochen und mitgekocht. Mittlerweile gibt es viele, verschiedene Variationen und auch mittags werden Hoppers mit diversen Currygerichten angeboten.

5. Kinder essen scharf

Ich habe vor langer Zeit gelesen, dass in Sri Lanka sogar die Kinder so scharf essen, dass wir Europäer umfallen würden. In Sri Lanka ist man in der Tat schärfer als wir in Europa. Aber seit einigen Generationen flacht es immer mehr ab. Ich sprach mit einem einheimischen Chefkoch und er erklärte mir, dass die neuen Generationen eher weniger Chilli verwenden. Kinder würden gar nicht scharf essen. Früher zu Zeiten seiner Großeltern war das noch anders. Was aber auch an der Hygiene lag. Heutzutage wird noch in bestimmten Regionen so gekocht und in anderen jedoch kaum noch. Einige Bestandteile der Currys sind: Schwarzer Pfeffer, Coriander, Cumin, Fenchelsamen und natürlich ein paar lokale Chillischoten.

 

6. Zimt

Abgesehen vom Teeanbau ist Sri Lanka bekannt durch seinen Zimt. 70% der globalen Zimtproduktion kommt aus Sri Lanka. Es gibt ungefähr 8 verschiedene Zimtsorten. Zimtstangen werden durch die innere Rinde des Zimtbaumes hergestellt. Die innere Rinde wird in lange Rollen geschnitten. Diese meterlangen Streifen rollen sich beim Trocknen zu Rollen zusammen. In einem speziellen Raum werden die Rollen vier bis sechs Stunden zur Trocknung gelagert. Die Rollen werden eine Woche später (nach vollständiger Trocknung) exportiert. Der Zimt aus Sri Lanka unterscheidet sich durch seiner süßen und zarten Note. 

 

7. Flagge

Die Lankische Nationalflagge gilt als eine der ältesten Flaggen der Welt. Sie ist die einzige Flagge, die verschiedene Religionen anerkennt.  

Der Löwe repräsentiert das singhalesische Volk der Insel.

Bo-Blätter an den vier Ecken repräsentieren den Buddhismus. Diese vier Blätter stehen für vier Tugenden: Güte, Freundlichkeit, Glück und Gelassenheit.

Orange vertikaler Streifen repräsentiert Hindu und grüner, vertikaler Streifen repräsentiert die Moslems.

8. First Lady

Mrs Sirima Bandaranaike war die erste Premierministerin der Welt. Nach der Ermordung ihres Gatten wand sie sich der Politik zu und trotz diverser Anschuldigungen, wurde sie am 20. Juli 1960 zur ersten Premierministerin der Welt gewählt. In ihrer ersten Wahlrede sprach sie die Frauen von Sri Lanka an und sagte: “Mein Sieg ist auch euer Sieg.“ Mit 84 Jahren ging sie in Rente. 

 

 

Wenn man sich die Form genau ansieht, erscheint Sri Lanka wie eine Perle im Ozean. Wegen seiner natürlichen Schönheit wird Sri Lanka auch “Die Träne des Indischen Ozeans” genannt. Die Insel enthält tropische Wälder und die vielfältige Landschaft hat eine hohe Artenvielfalt. Sri Lanka wurde einst “Serendib” bekannt, was “wundersame Überraschung” bedeutet. 

 

 

Ich habe leider nur einen winzigen Teil von Sri Lanka gesehen, aber was ich gesehen habe, hat mich fasziniert. Auf meiner Liste steht definitiv, dass ich mehr sehen und kennehernen will von Sri Lanka.

Hotel Tipp - Amari

Das Amari liegt in Galle, der Südwestküste von Sri Lanka. Es hat die perfekte Lage, direkt am Strand. Nur wenige Fahrminuten entfernt liegt das bekannte Galle Fort. Die Festung die im 16. Jahrhundert von den Portugiesen erbaut wurde. Auch der Rest der Stadt ist ziemlich interessant mit einem Mix aus Niederländischen Häusern, weißen Villen und kleinen Hütten.

Die 179 Zimmer des 5 Sterne Hauses sind schlicht und trotzdem gemütlich eingerichtet.

 

 

Ein großer Pool direkt am Strand lädt zum Baden ein. Es gibt verschiedene Restaurants und Bars im Gebäude. Das Essen ist vorwiegend lokal (was ich besonders gut finde).

 

Mehr Infos:

Amari Galle

523C Colombo Road, Gintota, Galle 80000 Sri Lanka

Reservations: +94 11 203 0541-3 Phone: +94 91 203 0500   Fax: +94 91 203 0555

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